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Rückenschmerzen und Rückenschule

 

Rückenschmerzen sind Schmerzen des Rückens, die unterschiedliche Ursachen haben können. Mediziner sprechen von Lumbalgie/Lumbago (lat. lumbus = Lende; dt. auch Hexenschuss), wenn die Lenden-Kreuzbeinregion betroffen ist.
Akute Rückenschmerzen treten entweder erstmalig oder nach mindestens sechsmonatiger Beschwerdefreiheit innerhalb eines Tages auf und halten für höchstens drei Monate an.

 

Rückenschmerzen sind weit verbreitet
In Deutschland haben 30% der Menschen irgendwann im Leben Rückenschmerzen. Etwa 70 % haben die Schmerzen mindestens einmal im Jahr und etwa 80 % klagen mindestens einmal im Leben über Rückenschmerzen.

 

Wo treten Rückenschmerzen auf?
Von den Abschnitten der Wirbelsäule ist die Brustwirbelsäule (BWS) hinsichtlich Rückenschmerzen prozentual am wenigsten und die Lendenwirbelsäule (LWS) am häufigsten betroffen. Bei Männern sind Rückenschmerzen mit 16 % die häufigste, bei Frauen mit 12 % die zweithäufigste Ursache für Arbeitsausfälle. Am häufigsten sind Rückenschmerzen in der Altersgruppe der 50- bis 70-Jährigen zu verzeichnen. Kinder sind davon nicht betroffen.

 

Krankheitsbilder
Ca. 90 % aller Rückenschmerzen sind unspezifisch – d. h.: im Rahmen ärztlicher Untersuchungen sind letztlich keine Befunde zu erheben, die die Beschwerden hinreichend erklären. Der restliche Anteil verteilt sich als spezifischer Rückenschmerz auf folgende Krankheitsbilder:

 

* Wirbelbrüche (kommen häufig bei Osteoporose vor)

* Spondylolisthesis (Gleitwirbel), meist im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule, Bandscheibenvorfall, anatomische Längendifferenzen der Beine

* spinale Stenose (enger Wirbelkanal), eine Instabilität der Wirbelsäule, Entzündungen bzw. entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen wie z.B. der Morbus Bechterew, Tumoren der Wirbel (primäre Tumoren und – häufiger – Metastasen).

 

Gesunder Rücken
Das Kreuz mit dem Kreuz ist eines der wichtigsten Betätigungsfelder der Neurochirurgie. Am häufigsten beschäftigen wir uns mit dem Thema gesunder Rücken. Bei Patienten mit Bandscheibenvorfall, Spinalkanalverengung, oder gereizten Zwischelwirbelgelenken ist der Rücken nicht mehr gesund und man versucht dem Patienten mit einem geeigneten Therapiekonzept zu helfen.

 

Empfehlungen für einen gesunden Rücken
Zur Vorbeugung für einen gesunden Rücken ist stabilisierende Gymnastik und Ausgleichssport sowie ein rückengerechtes Verhalten im Alltag, z. B. beim Heben von Lasten wichtig.
Sitzende Berufe (Bürotätigkeiten, Berufskraftfahrer) sind weit häufiger von Rückenschmerzen betroffen als Schwerarbeiter. Deswegen empfiehlt sich für einen gesunden Rücken bei sitzenden Berufen wenn möglich das gelegentliche Nutzen eines Gymnastikballs und gelegentliche Streckübungen schon während der sitzenden Tätigkeit um unnötige Muskelverkrampfungen zu vermeiden.

 

Rückenschule
Eine Rückenschule für einen gesunden Rücken kann auch über die Krankenkasse verordnet werden.

Lesen Sie bitte weiter unter "Aktives Rückentraining - eine "kleine Rückenschule" für die Lendenwirbelsäule"

 

 

 

Lesen Sie bitte auch hier:

> Kreuzschmerzen
> Ischias
> Hexenschuss