Patienteninformation – Informationsbroschüre
Patienteninformation – Das Kreuz mit dem Kreuz (Ratschläge für den Alltag)
Patienteninformationen werden derzeit redaktionell überarbeitet und hier bald online abrufbar sein.
Schmerz
Konservative Schmerztherapie
An erster Stelle sollte falls irgendwie möglich immer ein konservativer Therapieversuch stehen. Ein Hauptschwerpunkt ist die nichtoperative (konservative) Behandlung von Wirbelsäulenproblemen. Die gesamte spezielle Schmerztherapie wird in Kooperation mit dem Algesiologikum MVZ Schmerztherapiezentrum München an unserem Hauptstandort (Tal 16) durchgeführt. Frau Dr. (IMF Bukarest) Johanna Marek deckt das gesamte Spektrum der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin ab. Alternative und schulmedizinische Verfahren sind nicht konkurrierend sondern als einander ergänzend zu sehen. Durch Kinesiotaping oder Akupunktur kann oft völlige Schmerzfreiheit erreicht werden.
Zu unserem Behandlungsspektrum gehören auch die Implantation von Rückenmarksstimulationssystemen bei komplexen Schmerzzuständen (Neurostimulatorimplantation) und die Implantation von Medikamentenpumpen und Medikamentenreservoirs.
Bandscheibe/ Bandscheibenvorfall/ Wirbelsäule
Mikrochirurgische Operation
Die mikrochirurgische Operation ist der „goldene Standard“ bei Bandscheibenvorfällen und bei Verengungen (Stenosen) im Bereich des Wirbelsäulenkanals. Durch optimale Ausleuchtung mit dem Operationsmikroskop lassen sich Nervenstrukturen mit geringem Risiko dekomprimieren. Meist ist ein kurzstationärer Klinikaufenthalt erforderlich. Die Anschlussbehandlung sollte ambulant erfolgen. Sollte eine stationäre Reha-Maßnahme dennoch erforderlich sein, so wird diese durch den Sozialdienst unserer Kliniken organisiert. Der Patient sollte sich für etwa 14 Tage schonen und sich so schnell wie möglich in seinem gewohnten sozialen Umfeld bewegen.
Diese Operationen sind unser Schwerpunkt und werden von uns in sehr großer Anzahl bei Patienten aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland durchgeführt.
Peridurale Schmerztherapie (PDA)
Wenn mehrere Segmente der Hals-, Brust – oder Lendenwirbelsäule verschlissen sind oder Bandscheibenvorwölbungen vorliegen, so kann entsprechenden Kreuzschmerzpatienten gut mit der sogenannten PDA-Methode (Peridural-Anästhesie) geholfen werden. Der Hauptnervenschlauch badet in einem Gemisch aus einem hochwirksamen entzündungshemmenden Kristallpräparat und einem lang anhaltenden örtlichen Betäubungsmittel.
Das Medikamentengemisch wird über einen kleinen Katheter direkt an die Nervenstrukturen gespritzt. Der Hauptnervenschlauch wird gezielt mit schmerzlindernden Substanzen umspült. Schmerzausschaltung im Bereich der Zwischenwirbelgelenke:
Tiefsitzende Kreuz- und Nackenschmerzen sind häufig durch eine chronische Reizung der Zwischenwirbelgelenke verursacht.
Mikrotherapie
Eine häufige Ursache von tief sitzenden Kreuz- und Nackenschmerzen sind durch eine chronische Reizung der Zwischenwirbelgelenke verursacht. Bildgestützt (mittels CT oder schwenkbarem Röntgengerät) werden durch die Haut lokal wirksame Medikamente oder Mikroinstrumente direkt an den Ort des Geschehens gebracht. Das Verfahren ist komplikationsarm und wird ambulant durchgeführt.
Wenn die Schmerzen einer Nervenwurzel zuzuordnen sind, kann eine spezielle Medikamentenkombination röntgengestützt direkt an den gereizten Nerv gespritzt werden (PRT: periradikuläre Therapie). Ein Vorteil dieses Verfahrens ist die gezielte Einspritzung des Medikamentes an den Schmerzausgangspunkt. Das Verfahren ist risikoarm und wird ambulant durchgeführt.
Wärmetherapie innerhalb der Bandscheibe
Durch Wirbelsäulenverschleiß machen entsprechende Schmerzrezeptoren die geschädigte Bandscheibe überempfindlich (diskogener Schmerz). Durch thermische Ausschaltung dieser Rezeptoren mittels einer in die Bandscheibe eingeführter Sonde können diese Rezeptoren gezielt ausgeschaltet werden. Das Verfahren wird auch als Radiofrequenztherapie bezeichnet.
Um eine noch bessere Wirksamkeit zu erzielen, wird das Verfahren oft mit einem periduralen Schmerzkatheter (siehe PDA) kombiniert.
Endoskopische Bandscheibenoperationen
Bei entsprechender Indikation können Bandscheibenvorfälle in „Schlüssellochtechnik“ durch die Haut (perkutan) entfernt werden. Die Methode hat den Vorteil, dass der Patient schneller wieder auf die Beine kommt und ist mit einem Klinikaufenthalt von einer Nacht verbunden. Über eine röntgengestützt genau platzierte Röhre lassen sich Bandscheibenvorfälle endoskopisch in „Schlüssellochtechnik“ entfernen.
Stabilisierende Eingriffe
Bei instabilen Wirbelsegmenten kann eine gezielte Versteifung in Erwägung gezogen werden. Die Indikation sollte erst nach umfangreicher diagnostischer Abklärung und Versagen sämtlicher konservativer Verfahren gestellt werden. Es stehen Verfahren von hinten (dorsale Instrumentierung) und kombiniert von hinten und vorne (dorsoventrale Instrumentierung, gegebenenfalls mit Bandscheibenprothese) zur Verfügung. Die Auswahl des geeigneten Verfahrens muss vom klinischen und radiologischen Befund abhängig gemacht werden. Einen großen Stellenwert haben stabilisierende Eingriffe im Bereich der Halswirbelsäule bei Befunden, die im Bereich des mittleren Wirbelkanals liegen und nicht von hinten operiert werden können.
Periphere Nerven
Carpaltunnelsyndrom (CTS), Sulcus ulnaris Syndrom (SUS)
Bei dem Carpaltunnelsyndrom (CTS) werden je nach Befund endoskopische und offene Techniken durchgeführt. Beim Sulcus ulnaris Syndrom (SUS) wird der Nerv ausschließlich in offener Operationstechnik freigelegt. Je nach Befund stehen hier verschiedenste Techniken zur Verfügung.
Bei Schädigungen wie diesen informieren wir Sie über alle uns zur Verfügung stehenden Behandlungsformen. Außerdem klären wir mit Ihnen selbstverständlich jede erdenkliche Frage. Egal ob Sie wissen wollen was genau gemacht wird, beziehungsweise wie es gemacht wird oder in welchem Rahmen die Behandlung stattfindet, wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.
Wir sind für Sie da!
Natürlich sind wir auch in Notfällen für Sie da. Kontaktieren Sie hierzu während unserer Sprechzeiten unseren Hauptstandort unter der Telefonnummer 089/24218733 und schreiben Sie uns außerhalb der Sprechzeiten entweder eine Mail unter der info@neurochirurgie-innenstadt.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular mit Angabe Ihrer Telefonnummer und den Hinweis, dass es sich um einen Notfall handelt. Wir rufen Sie dann auch außerhalb unserer Sprechzeiten schnellstmöglich zurück. Oder Sie nutzen 24 Stunden durchgehend die Notfall-Telefon-Hotline des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes der KVB unter der Tel. 116 117.
• Mikrochirurgische Operation von Bandscheibenvorfällen und Verengungen im Bereich der gesamten Wirbelsäule
• Peridurale Schmerztherapie (PDA)
• Bildwandler-gestützte Eingriffe
• Schmerzausschaltung im Bereich der Zwischenwirbelgelenke
• Gezielte Umspülung der Nervenwurzel (PRT)
• Mikrotherapeutische Kathetertechniken uind intradiskale Injektionen
• Wärmetherapie innerhalb der Bandscheibe
• Endoskopische Bandscheibenoperationen
• Stabilisierende Eingriffe
Periphere Nerven
• Carpaltunnelsyndrom (CTS)
• Sulcus ulnaris Syndrom (SUS)
Neuroonkologie
• Beratung von Hirntumorpatienten und Koordination der Behandlung
Schmerz
• Implantation von Rückenmarksstimulationssystemen bei komplexen Schmerzzuständen (Neurostimulatorimplantation)
• Implantation von Medikamentenpumpen und Medikamentenreservoirs
• Konservative Schmerztherapie








